Was die anderen schreiben:

Es kommen wieder Promis der Kultur- und Medienszene, Künstler und Stammgäste, um gehobene Bistro-Küche zu genießen. Auch viel Jugend, die oft nur in der Bar auf den gemütlichen Ledersofas ihren Drink nehmen will. Und Touristen lassen sich etwas über den historischen Ruprechtsplatz erzählen. Das Salzamt bietet nicht nur Klassik, es ist auch selbst ein „Klassiker“ geworden.

(Feinspitz von Karlheinz Roschitz, Kronen-Zeitung 11.09.2021)


Unverändert gut: Das Salzamt

Das beste Lokal im Bermudadreieck war und ist aber immer noch das Salzamt. Und das schönste auch. 1983 wurde es von Monika Pöschl und Tale Banicevic nach Plänen von Hermann Czech eröffnet, eine Mischung aus Gasthaus und Pariser Bistro, schlicht, klar, nachgerade logisch. Und es hat sich bis heute kaum verändert. Publikum und Speisekarte übrigens auch kaum, Gulasch mit Spiegelei, Lammkotelettes, Kalbswiener und das legendäre Roastbeef. Das Salzamt hatte schon in seiner Anfangszeit ein Alleinstellungsmerkmal im Bermudadreieck, heute noch mehr.

(Florian Holzer, Falter 17/2019)

Oase der Zeitlosigkeit

Das Salzamt ist eines der stimmungsvollsten Relikte der 1980er-Jahre, als Wien noch eine kulinarische Wüste war. Obwohl sich das „Bermuda-Dreieck“ kulinarisch den Trends der letzten Jahrzehnte immer angepasst hat, ist das „Salzamt“, erfreulicherweise, das geblieben, was es immer war. Danielle Spera: „Ich hoffe, das Lokal sperrt nie zu, der Service ist aufmerksam und die Speisekarte noch mit der Hand geschrieben, so wie es früher war. dort ist es, wie zuhause zu essen.“

(Kurier, 30.10.2010)

Es gibt wenige gastronomische Konstanten in Wien, Szenelokale, die lange währen, sind noch seltener. Das Salzamt ist eine Ausnahme. Wobei falsch: Eigentlich haben wir das Restaurant sträflich vernachlässigt, fast vergessen. Das kann daran liegen, dass es in der Mitte des unsäglichen Bermudadreiecks liegt. Manche meinen, das Salzamt sei einst auch Entstehungsort und Epizentrum des Ausgehviertels gewesen.

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(Hans Brenner, Die Presse am Sonntag, 16. 05. 2010)

Was gut war, ist weg, bis auf eine Ausnahme: das Salzamt. Der Fels in der Brandung, Behaglichkeit und Stil im See der Geschmacklosigkeit, Czech-Architektur statt Baumarktästhetik, gehobene Beislküche und feiner Wein statt Tequila Slammer und Vodka-Red-Bull. Das Salzamt kocht seit 20 Jahren zwar einigermaßen das Gleiche, aber es war schon damals gut, die Preise sind in Ordnung, na ja, und das Publikum hat sich seit damals auch nicht sehr verändert.

(Florian Holzer, Falter 3/09)

Das gute alte Salzamt entpuppte sich in diesem Jahr als positive Überraschung: tadellose Gerichte mit alten Klassikern wie Beef Tatar, launiges Personal und Hermann Czechs Inneneinrichtung sorgen dafür, dass an gastronomisch sonst stillen Sonntagabenden viel los ist.

(Tafelspitz 2009)